Der Nachthimmel verändert sich mit der schnell wachsenden Zahl von Satelliten im Erdorbit. Große Konstellationen können in lang belichteten astronomischen Aufnahmen helle Spuren hinterlassen und Beobachtungen erschweren.
Besonders auffällig ist der Effekt in der Dämmerung. Während der Boden bereits dunkel ist, können Satelliten in größerer Höhe noch von der Sonne beleuchtet werden und Licht in Richtung der Teleskope reflektieren.
Die Europäische Südsternwarte ESO weist darauf hin, dass bestehende und geplante Satellitenflotten den Druck auf die bodengebundene optische Astronomie weiter erhöhen könnten. Forschende reagieren mit vorhergesagten Überflügen, angepassten Beobachtungszeiten und verbesserten Bildverarbeitungsverfahren. Betreiber testen zudem weniger stark reflektierende Satellitendesigns.
Diese Maßnahmen helfen, könnten bei sehr stark steigenden Satellitenzahlen jedoch an Grenzen stoßen. Damit wird die Frage zunehmend technisch und politisch zugleich: Wie lässt sich der Zugang zum Weltraum ausbauen, ohne den dunklen, beobachtbaren Himmel dauerhaft zu beeinträchtigen?
Quelle: European Southern Observatory (ESO), Bewertungen zu den Auswirkungen großer Satellitenkonstellationen auf die optische Astronomie.

